Problem

Petition an den sächsischen Landtag

Stellungnahme des Chefdirigenten der Staatskapelle Dr. Giuseppe Sinopoli

Stellungnahme Prof. Dr. Dr.h.c. Heinrich Magirius

Ansprache  Prof. Dr. Dr.h.c. Hans Nadler  
(RealVideo-Datei circa 1,1 Mb groß)

Interview Prof. Dr Günter Blobel   (MediaPlayer-Datei circa 1,9 Mb groß)


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Die Planungsphase für den Innenausbau des Palais setzt ein Nutzungskonzept voraus. Vom Freistaat Sachsen wird die archäologische Sammlung für dieses Palais favorisiert. Durch die museale Nutzung bedingt müssen irreversible Umbauten befürchtet werden.Dresden ist als Musik- und Kunststadt in der Welt bekann. Dresden hat für Musikaufführungen keinen guten Kammermusiksaal und Dresden hat seit der Zerstörung im zweiten Weltkrieg keinen Barocksaal mehr. Der Festsaal im Palais hat nach Aussage von Kennern eine ausgezeichnete Akkustik, ist ein architektonisches Kleinod und kann im Zusammenspiel mit Park und Palais Zentrum, Herz und Juwel des Gesamtkunstwerkes Großer Garten werden

 Informationsveranstaltung "Palais in Not" zum Reformationstag 2000
 


Stellungnahme des Chefdirigenten der Staatskapelle Dr. Giuseppe Sinopoli
Stellungnahme des Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle an japanische Mitglieder des Förderkreises

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 4. November über das Palais im Großen Garten von Dresden. Mir ist Ihr und des Fördervereins Anliegen wohl bekannt, und ich bin gerne bereit, es nach meinen Möglichkeiten zu befürworten und zu unterstützen. Ich weiß, wie schmerzlich ein der Tradition und der Bedeutung Dresdens als Musikstadt adäquater Kammermusiksaal vermißt wird und sehe natürlich die Chance, der Kammermusik verschiedenster Art im Palais des Großen Gartens eine akustisch und architektonisch angemessene und zudem historisch gewachsene Heimstatt zu geben. Ich wünsche allen Bemühungen darum vollen Erfolg.
   
 
  Stellungnahme Prof. Dr. Dr.h.c. Heinrich Magirius
Stellungnahme von Herrn Prof. Dr. Dr.h.c. H. Magirius in einer Petition an den Sächsischen Landtag:

Als Denkmalpfleger habe ich vierzig Jahre lang den oft stockenden, nun aber doch im Äußeren fast vollendeten Wiederaufbau miterlebt. Nun ist der "Nukleus" der barocken Gartenanlage wieder erkennbar und erlebbar. Diese barocke Architekturschöpfung ist Gegenstand der europäischen Kunstgeschichte und noch heute zu uns sprechend als Gartenschloss, geschaffen zum festlichen Genuss von erhöhtem kulturellen Leben. In diesen Bau gehören nicht Sammlungen rein wissenschaftlichen Charakters. Er sollte - wie schon im Erdgeschoss - weiterhin im Innern historisch exakt rekonstruiert werden. Damit würde ein Glanzstück barocker Festkultur wiedergewonnen. Der im Kreuzungspunkt der Hauptalleen des Großen Gartens gelegenen Festsaal im Obergeschoss - durch Freitreppen feierlich erschlossen - ist wie geschaffen für festliche Empfänge und für kammermusikalische Konzerte. Die schon heute in den Sälen des Erdgeschosses versammelten Meisterwerke barocker Skulptur veranschaulichen den hohen Stand barocker Gartenskulptur in Sachsen. Wenn man hier weitere wertvolle, aber gefährdete Skulpturen aus sächsischen Parks versammelte, könnte man eine wichtige und sonst nirgends vorhandene Sammlung installieren, die dem Charakter des Palais entspräche. Mit der weiteren Wiederherstellung des Palais und des umgebenden Gartenparterres und einer angemessenen Nutzung wird ein Gesamtkunstwerk in unsere Zeit zurückgeholt, um die uns alle Hauptstädte Europas beneiden werden.


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